Der Tisch

Ihr kennt sicher DEN TISCH bei Britta und Tom.
Also – ich meine nicht den kleinen niedrigen neben dem Sofa, nicht den auf dem Balkon und auch nicht sonstige Tische. Ich meine DEN TISCH.
Schon in der Wohnung in der Thalkirchner Straße kam man in das Wohnzimmer und dachte sich “wow – was ein Tisch”.
Auf den ersten Blick erkennt man in ihm unschwer als ein teures Designerstück, das mit viel Liebe in das Ensemble der restlichen Einrichtung eingefügt worden ist. Oder die restliche Einrichtung um das Designerstück.
Er ist ein massiver Steintisch, getragen von zwei massiven Steinfüßen, der sowieso sehr massiv aussieht. Und ich habe mir von einigen Umzugshelfern sagen lassen, die ihn in zwei Wohnungen getragen haben, dass er nicht nur sehr massiv aussieht, sonder auch sehr schwer ist.
Dieser Tisch jedenfalls war heute mal wieder Schauplatz eines großartigen Abendessens. Es gab mehrererlei srilankesisches Curry, guten Chianti, viele Geschichten und Musik aus dem iBook.
Im Laufe des Abends – kurz nachdem die zweite Weinflasche geöffnet worden war, gibt der Tisch ein interessantes Geräusch von sich.
“Hier klingt es als ob Glas zerbricht” sagt Jule noch so passend, als alle wie elektrisiert aufspringen und zusehen, wie der massive Steintisch in der Mitte einen Riss bekommt und sich bedenklich in der Mitte wölbt.
DER TISCH , der massiver Tisch ist einfach in der Mitte durchgebrochen!!!

Man glaubt es nicht.
Nach ca. 30 hektischen Minuten war der Tisch in zwei Teilen auf den Balkon geschafft (unter ständigem gemurmel von Britta “der schöne Tisch … jetzt müssen wir einen neuen kaufen … das hätte ich nicht gedacht, dass dass möglich ist …)
Britta und Toms Wohnung ist jetzt um ein Highlight ärmer. Ich fand ja immer, dass der Tisch etwas leicht necrophiles verbreitet hat – insofern passt es ja fast, das er jetzt das zeitliche gesegnet hat. Britta dachte eben auch schon daran, die beiden Hälften aufzuheben und als Grabsteine zu benutzen.
Ich freue mich jedenfalls, auf einem neuen Tisch bald wieder Curry zu essen. Und zu testen, ob es auf einem anderen Tisch genauso gut schmeckt (wovon ich ausgehe).
Beim nächsten Umzug stehe ich dann übrigens auch wieder als Umzugshelfer zur Verfügung (die beiden Umzüge mit dem Tisch habe ich ausgelassen).





